Von drauß' vom Walde komm ich her;

ich muss euch sagen,es wahlkämpfet sehr!

Allüberall durch das Tannengrün

Sah ich Kinder und Jäger ziehn.

Doch drinnen aus dem Hofreittor

Sah mit großen Augen der Wähler hervor;

Und wie ich noch träumt' rief er mich mit heller Stimme an:

"Politiker", rief er, "alter Gesell,

Wach endlich auf und besinne dich schnell!

Die Eltern können nicht länger warten,

sie brauchen einen Kindergarten,

Flüchtlinge rennen die Türen ein,

ein Rathausumbau soll auch sein,

Und für die Bingenheimer Wehr

Muss längst ein neues Häuschen her!"

Ich sprach: "O lieber Wähler mein,

Was schert mich das? Ich schau allein

Darauf, dass draußen vor der Stadt

Der Rentner seine Ruhe hat."

"Wie hältst du's mit den großen Fragen?"

Ich sprach: "Bedenken muss ich tragen!

Doch wähl mich nur brav allein,

Dann wird's wie früher wieder sein."

"Und was ist dein Programm für morgen?"

Ich sprach: "Ich habe andere Sorgen!

Ich sammle für die Hütte Geld,

Als gäb's nichts Wicht'gers auf der Welt."

Der Wähler sprach: "Das ist nicht recht;

So geh mit Gott, mein alter Knecht!"

Von drauß' vom Walde komm ich her;

Ich muss euch sagen, es wahlkämpfet sehr!

Nun sprecht, was woll ihr, das ich tu?

Wollt ihr denn mehr als Rentners Ruh?

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